Atommüll & -lager


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Der aktuelle Skandal um Eckert & Ziegler in Braunschweig-Thune ist ein weiteres Beispiel für die besondere Betroffenheit unserer Region beim Problem des strahlenden Mülls. Und nur ganz knapp vor der Stadt- und Wahlkreisgrenze liegen mit der Asse und Schacht Konrad die weiteren nuklearen Brennpunkte der Region (siehe Karte: mein Wahlkreis in blau und das „nukleare Dreieck“ mit der Asse [rot], Schacht Konrad [gelb] und Eckert & Ziegler [lila]).

Eckert & Ziegler:

  • Eine Erweiterung der Entsorgungssparte des Unternehmens Eckert & Ziegler am Standort Thune, die mit weiteren potenziellen Strahlungsgefahren für die Bevölkerung verbunden ist, lehnen wir Grüne ab. Dies haben wir auch bereits in unserem Braunschweiger Kommunalwahlprogramm 2011 ausdrücklich formuliert. Als Ratsmitglied der Stadt Braunschweig unterstütze ich daher alle Bemühungen, eine Ausweitung der Abfallverarbeitung (und das gilt somit auch für strahlenden Müll) dort baurechtlich für die Zukunft auszuschließen.
  • Ich will mich im Landtag dafür einsetzen, dass die hohen Umgangsgenehmigungen, aber auch die Strahlungsgrenzwerte, auf ein vertretbares Maß reduziert werden. Es kann nicht sein, dass in dieser Lage am Rande eines Wohngebietes und in direkter Nähe zu Schulen und Kindergärten umfangreichere Genehmigungen gelten als bei anderen Anlagen. Eine einmal erteilte Umgangserlaubnis für strahlendes Material muss aus unserer Sicht überprüft und angepasst werden können, auch um die jeweils neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der potenziellen Gefahren von Strahlung dabei zu berücksichtigen.

(Mit diesen Worten habe ich übrigens auch auf entsprechende Fragen der lokalen Bürgerinitiative BISS geantwortet.)

Asse:

  • Der strahlende Müll in der Asse muss so schnell wie möglich herausgeholt werden (unter Gewährleistung höchstmöglicher Sicherheitsanforderungen). Dabei müssen alle Möglichkeiten zur Beschleunigung genutzt werden, wie die parallele Durchführung von Arbeiten. Eine Bergung erst ab 2036 ist unakzeptabel.
  • Nach der Bergung müssen die Gebinde nach höchsten wissenschaftlichen Standards und unter Vermeidung unnötiger Strahlengefährdungen der Bevölkerung verwahrt werden. Der Asse-Müll kann in jedem Fall nicht nach Schacht Konrad gebracht werden, da die Genehmigung für Konrad nicht dafür ausgelegt ist (in Menge und Aktivität).

 

Schacht Konrad:

  • Die Inbetriebnahme des Endlagers Schacht Konrad lehne ich ab, da das Konzept der nicht-rückholbaren Endlagerung gescheitert ist. Eine neue Suche nach einem Atommülllager muss den bislang für Konrad vorgesehenen Atommüll einschließen.

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