Radweg (Bildquelle: MichaelGaida CC0 / pixabay.com )

Heere: Radschnellwegeförderung in Niedersachsen

Die Rot-Grüne Landesregierung fördert über den Doppelhaushalt 2017/2018 die Planung und den Bau von Radschnellwegen in Niedersachsen mit zusätzlichen 12,35 Mio. Euro. Zwar stellt der Bund für dieses Jahr 25 Mio. Euro zur Verfügung, jedoch muss mit dieser Summe das gesamte Bundesgebiet auskommen. Für die GRÜNEN im Flächenland Niedersachsen war es daher ein wichtiges Anliegen, die Förderung von Landesseite zu verstärken. Denn Radschnellwege bieten Pendler*innen eine gute Alternative zum Auto, da vor allem Strecken über 10 Kilomter auch mit elektrischer Unterstützung zügig bewältigt werden können. Hierfür ist es aber wichtig, dass Radschnellwege von ihrer Beschaffenheit, Breite und Anlage erhöhten Anforderungen entsprechen – und das kostet Geld.

Dieses Geld kann seit der Veröffentlichung der Förderrichtlinien am 1. September abgerufen werden.

 

Gerald Heere, Abgeordneter des Niedersächsischen Landtags für Braunschweig:

 

„Landkreise und Gemeinden, die ihre Pläne für Radschnellwege in der Schublade haben, können diese nun herausholen und sich an die Umsetzung machen. Alle anderen können jetzt starten und in Kooperation mit den Nachbarlandkreisen und –städten attraktive Ideen ausarbeiten für mehr Fahrradfreundlichkeit in Niedersachsen.

In Braunschweig sind hier schon konkrete Projekte angedacht, zum Beispiel ein Radschnellweg von Braunschweig nach Wolfsburg. Es gibt aber auch Ideen für Fahrradschnellwege nach Vechelde und Salzgitter-Thiede“

 

„Vor allem Berufspendler*nnen profitieren von ausreichend breiten Radverkehrsanlagen, die ihnen außerdem eine gute Beschilderung, Unterstände oder gar Pump-, Lade- und Reparaturstationen bieten sollten. Denn dann macht Radfahren richtig Spaß und wird zur gern angenommenen umweltfreundlichen Alternative zum Kraftfahrzeug.“

 

Zum Hintergrund:

Radschnellwege werden vom Bund mit 25 Mio Euro gefördert. Um den Bau von Radschnellwegen zu beschleunigen, haben die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen im Niedersächsischen Landtag erfolgreich ein „Sonderprogramm Radschnellwege“ verabschiedet.

 

Die rot-grüne Landesregierung hat 12,35 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Ab sofort (Stand: September 2017) können Kommunen Förderanträge bei den jeweils zuständigen regionalen Geschäftsbereichen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr stellen.

Niedersachsenweit gibt es zurzeit nur in Göttingen einen Radschnellweg, auf dem 2016 mehr als eine Millionen Menschen unterwegs waren.

Die Förderbedingungen wurden in enger Absprache mit den Kommunen erarbeitet. Grundlage für die Förderung ist das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, NGVFG. Die maximale Förderung beträgt 75 Prozent. Förderfähig sind sowohl investive als auch planerische Kosten für Radschnellwege von einer Mindestlänge von fünf Kilometern. Das Programm läuft bis 2018.

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