Barometer (Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de )

Hygienebarometer – Heere: Mehr Transparenz und Verbraucherschutz

Heute (25. April 2017) hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bekannt gegeben, auf freiwilliger Basis ein Kontrollbarometer für die Einhaltung von Hygienevorschriften im Lebensmittelbereich einzuführen. Die Ergebnisse von Hygienekontrollen sollen für die Verbraucherinnen und Verbraucher zunächst in den Pilotstädten Hannover und Braunschweig sichtbar werden.

„Wir begrüßen die geplante Einführung des Hygienebarometers für Lebensmittelbetriebe in Braunschweig sehr! Verbraucherinnen und Verbraucher können dadurch zukünftig erkennen, wie sauber in einem Restaurant oder Lebensmittelgeschäft gearbeitet wird. Das ist ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher“, so Gerald Heere, grüner Abgeordneter des niedersächsischen Landtags für Braunschweig.

Niedersachsen setzt dabei auf eine freiwillige Kennzeichnung: Lebensmittelbetriebe können Barometer an ihrer Ladentür aufhängen, sie sind aber nicht dazu verpflichtet. Heere erklärt: „Das freiwillige Hygienebarometer bietet der Gastronomie und den Betrieben ein gutes Instrument, um mit ihren positiven Hygieneleistungen zu werben. Anders als bei einer Ampellösung auch eine größere Bandbreite an Mittelwerten abgebildet. Das schützt die Betriebe vor voreiligem Schwarz-Weiß-Denken.“

Die Veröffentlichung der Kontroll-Ergebnisse in Form eines Hygiene-Barometers erfolgt freiwillig. Das Hygienebarometer wird zunächst in einem Pilotprojekt in Pilotkommunen, darunter auch Braunschweig, erprobt und soll voraussichtlich bis Ende 2017 landesweit in den Kommunen eingeführt werden. Über die Ausgestaltung des freiwilligen Modells wurde zuvor mit allen betroffenen Verbänden beraten. Das Hygienebarometer basiert auf der bundeseinheitlichen Risikoeinstufung von Lebensmittelbetrieben nach den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften im Bereich der Lebensmittelüberwachung des Bundes (AVV RÜb), die auch seit Jahren in den niedersächsischen Behörden der Lebensmittelüberwachung angewandt wird.

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