Energie-Kontrollsysteme (Bildquelle: I-vista/ pixelio.de )

Heere: Hausärztliche Versorgung flächendeckend sicherstellen

Der niedersächsische Landtag hat in seiner heutigen (6. April 2017) Sitzung mit den Stimmen der rot-grünen Landtagsfraktionen einen Antrag zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung in Niedersachsen beschlossen. Seit mehreren Jahren bemühen sich Landesregierung und Kassenärztliche Vereinigung mit einem ganzen Maßnahmenpaket darum, Hausärztinnen und Hausärzte in die ländlichen Regionen zu locken.

Denn vor allem diese sind in Niedersachsen von ärztlicher Unterversorgung betroffen: Der Landtag fordert daher die Bundesregierung auf, ihrerseits tätig zu werden und die Allgemeinmedizin im Studium zu stärken sowie die allgemeinmedizinische Weiterbildung stärker zu fördern. „Die Landärztinnen und Landärzte werden immer weniger, genug Nachfolger sind nicht in Sicht. Deswegen brauchen wir eine Reform des Medizinstudiums, das die Allgemeinmedizin stärker als bisher berücksichtigt“, erklärt Gerald Heere, grüner Abgeordneter des niedersächsischen Landtags.

Darüber hinaus soll die Bedarfsplanung angepasst werden, die die Grundlage für die Verteilung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ist. „Die derzeitige Form der Bedarfsplanung bildet die Realität nicht sachgerecht ab. Hier im Braunschweiger Umland bspw. haben wir einen rechnerischen Versorgungsgrad von 83,8 %. Das entspricht jedoch keineswegs der Realität vor Ort“, so Heere.

Auch dass erst ab einem Versorgungsgrad von weniger als 75 Prozent als Unterversorgung gilt, hält der Abgeordnete für problematisch: „Wir haben hier trotz eines Versorgungsgrades von 83,8 % in einigen Bereichen faktisch eine Unterversorgung. Wie sieht das erst in tatsächlich unterversorgten Planungsbereichen aus?“ Heere lobt die Maßnahmen der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landesregierung zur Niederlassungsförderung. Diese stießen jedoch unter den gegebenen Rahmenbedingungen an ihre Grenzen, sodass nun der Bund gefragt sei, so Heereweiter.

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