Heere: Einbruchskriminalität bekämpfen – Rot-Grün will Prävention

Im Landtag Niedersachsen wurde am 2. Februar ein Antrag von Rot-Grün zum Thema Einbruchskriminalität diskutiert. Mit einem Maßnahmenpaket soll der steigenden Zahl an Wohnungseinbrüchen effektiv begegnet werden. Unter anderem möchte Rot-Grün über den Bundesrat das Mietrecht ändern. Die Stellung der Mieter soll bei der Einrichtung technischer Maßnahmen zur Einbruchshemmung gegenüber dem Vermieter gestärkt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Stärkung von Sicherheitspartnerschaften von staatlichen und kommunalen Institutionen. So kann vor Ort auf unterschiedliche Situationen besser konstruktiv eingegangen werden.

Gerald Heere, grüner Landtagsabgeordneter für Braunschweig, skizziert das Problem: „Bisher darf der Vermieter verlangen, technische Einbruchshemmer, wie beispielsweise eine Querverriegelung der Eingangstür, mit Beendigung des Mietverhältnisses wieder zu entfernen. Diese Regelung macht sinnvolle Maßnahmen leider oft unattraktiv für die Mieter. Wir möchten hier die Vermieter stärker in die Pflicht nehmen.“

Neben der Prävention wird auch die Beratung für die Betroffenen eines Einbruchs wichtig. „Wir müssen auch die Betroffenen stärker in den Blick nehmen und ihnen mit professionellen Beratungsangeboten zur Seite stehen. Neben den präventiven Ansätzen stellen wir zugleich mehr Personal bei der Polizei ein, um mit Entschlossenheit und einem Gesamtkonzept der Einbruchskriminalität den Riegel vorzuschieben,“ so Heere abschließend.

Im Jahr 1993 waren die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche in Niedersachsen doppelt so hoch wie im Jahr 2015. In den letzten Jahren nehmen die gemeldeten Fälle jedoch wieder zu, vielen Menschen bereitet diese Entwicklung Sorgen. In 40% der gemeldeten Fälle schaffen es die Täter nicht, tatsächlich in die Wohnung einzudringen. Mit einbruchshemmenden technischen Maßnahmen können viele Einbruchsversuche gestoppt werden.

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