Lichterkette gegen Atommüll in Braunschweig am 4.2.2015

Lichterkette gegen Atommüll in Braunschweig am 4.2.2015

Braunschweig-Thune: Produktionsausweitung verhindern!

Rot-Grün spricht sich gegen die geplante Ausweitung der Atommüll-Konditionierung in Braunschweig-Thune aus. Im Umweltausschuss am gestrigen Montag (02.05.02016) haben die Regierungsfraktionen als Forderungen beschlossen, Genehmigungen zu überprüfen und so den Strahlenschutz strikt umzusetzen und Anwohnerinnen und Anwohner zu schützen.

Hierzu erklärte Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin der Fraktion: „Das Land wird alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um die geplante Ausweitung der Atommüll-Konditionierung in Thune zu verhindern. Schon der derzeitige Betriebsumfang wäre wegen der unmittelbaren Nähe zur Wohnbebauung nach heutigen Schutzstandards nicht mehr genehmigungsfähig.“

Gerald Heere, regionaler Abgeordneter aus Braunschweig, ergänzte: „Die strahlenschutzrechtlichen Genehmigungen stehen auf dem Prüfstand. Die Anwohnerinnen und Anwohner fordern zu Recht, dass die Gefährdungssituation neu beurteilt wird. Auch bei Bestandsanlagen darf es keine Abstriche beim Strahlenschutz geben.“

Die Atommüllkonditionierung in Braunschweig-Thune findet in unmittelbarer Nähe eines Wohngebiets statt. Das Unternehmen Eckert und Ziegler plant den Bau eines neuen Gebäudes zur Konditionierung von schwach-radioaktiven Abfällen.

Die Unternehmen Eckert & Ziegler und GE Healthcare Buchler betreiben am Standort Thune Anlagen zur Konditionierung von schwach-radioaktiven Abfällen. Rot-Grün kritisiert unter anderem die weitreichenden Umgangsgenehmigungen für radioaktive Stoffe, die mit dem bestehenden Betriebsumfang bislang nur teilweise ausgeschöpft werden. In der Genehmigung des Grenzwertes ist zudem nur eine Aufenthaltsdauer von 2000 Stunden pro Jahr zugrunde gelegt, was die zulässige Direktstrahlung an der Außengrenze im Vergleich zu allen anderen geltenden Grenzwerten deutlich erhöht. Diese Regelung ist bundesweit einzigartig

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