Schulgebäude in Lüneburg (Bildquelle: Andreas Praefcke / Wikimedia Commons)

Schulgebäude in Lüneburg (Bildquelle: Andreas Praefcke / Wikimedia Commons)

Heere : Wir stellen Schulsozialarbeit auf eine solide Basis

Im Rahmen einer Dringlichen Anfrage hatte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt am 10.3.2016 im Landtag Eckpunkte für das künftige Konzept für die Schulsozialarbeit vorgestellt. Gerald Heere, grüner Landtagsabgeordneter für die Region Braunschweig, erklärte dazu: „Es ist gut, dass endlich das Land die Verantwortung für die Schulsozialarbeit übernimmt, nachdem die Vorgängerregierung diese Aufgabe noch auf die Kommunen abgeschoben hatte.“ „Die Schulsozialarbeiterinnen und –sozialarbeiter werden künftig fester Teil eines multiprofessionellen Teams sein“, erläuterte Heere weiter.

Die Schulen könnten so ihren veränderten Aufgaben besser gerecht werden, die sich aus ihrer Weiterentwicklung zu Ganztagsschulen und zu inklusiven Schulen und bei der Teilhabe von Flüchtlingskindern ergeben. „Endlich wird Schulsozialarbeit auf Basis fester Stellen stattfinden – das gibt den Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern künftig Planungssicherheit und Verlässlichkeit.“ Diese Verstetigung sei ein Durchbruch und eine Abkehr von der prekären Situation immer fortschreitender, befristeter Verträge, ergänzte Heere.

Es sei richtig, dass in der Sekundarstufe neben den Haupt- und Oberschulen künftig auch die Gesamtschulen und die Realschulen in die Schulsozialarbeit einbezogen werden, erklärte Heere. „Vor allem diese Schulen tragen die Aufgaben der Inklusion und der Integration der Flüchtlingskinder.“

Als unauthentisch bezeichnete Heere die Haltung der Opposition. Schwarz-Gelb habe nicht die Kraft entwickelt, die Schulsozialarbeit zu sichern und zu stärken. „Rot-Grün hingegen hat mit einem Zuwachs von 267 Stellen die Schulsozialarbeit gestärkt.“ Darüber hinaus werde das Geld aus dem Hauptschulprofilierungsprogramm verstetigt. „Damit haben wir Schulsozialarbeit im Land auf eine verlässliche Grundlage gestellt.“

Die alte Landesregierung hatte im Rahmen des Hauptschulprofilierungsprogramms den Kommunen Zuwendungen zur Verfügung gestellt, um Schulsozialarbeit an Haupt-, Ober- und Förderschulen zu finanzieren. Dieses Programm war bis Ende 2016 befristet. Die Mittel für dieses Programm sollen jetzt verstetigt werden. Zusätzlich hatte die rot-grüne Koalition bereits mit dem Haushalt für 2016 267 zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeit finanziert. Diese Mittel sollen jetzt insgesamt in das neue Konzept für die Schulsozialarbeit einfließen.

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