Heere: Gewalt von Rechts nimmt rasant zu

Rassistisch motivierte Gewalt gegen Geflüchtete gehört seit vielen Monaten zum traurigen Alltag, macht Gerald Heere, Abgeordneter aus Braunschweig deutlich:
„Die Gewalt von Rechts nimmt rasant zu. In ganz Niedersachsen wurden mit 458 rechten Straftaten 112 Straftaten mehr verübt als im Quartal zuvor. Allein in Braunschweig, Wolfsburg und den Landkreisen Helmstedt und Peine kam es zu 28 Straftaten.“
„Rot-Grün in Niedersachsen reagiert auf diese Welle rechtsextremer Gewalt mit einer Demokratieoffensive: Mit einem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, mobiler Opferberatung und der Wiedereinführung der Landeszentrale für politische Bildung wollen wir demokratiefeindliche Tendenzen bekämpfen.“

Die traumatisierten Opfer und ihre Angehörigen mussten jahrelang ohne Beratungs- und Hilfsangebote auskommen und konnten keinerlei systematische Unterstützung erwarten. „Trotz leidvoller Gewalterfahrung wurde Opfern rechter Gewalt in viel zu vielen Fällen nicht nur Unterstützung und Solidarität verwehrt, häufig wurde gar die politische Dimension der Tat relativiert und damit das Problem Nazi-Gewalt und Rechtsextremismus insgesamt verharmlost. Deshalb ist eine staatlich unabhängige Struktur, die Betroffene stärkt, wichtig“, sagt Abgeordneter Gerald Heere.

Hintergrund:
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat nun endlich diese Lücke geschlossen: Ab 2016 stehen für den Aufbau einer landesweiten und von Polizei und Ermittlungsbehörden unabhängigen Opferberatung insgesamt Mittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung.
In Niedersachsen wurden bislang – als eines der letzten westdeutschen Bundesländer – keine flächendeckenden und staatlich unabhängigen Beratungsangebote für Betroffene rechter Gewalt und Hasskriminalität vorgehalten. Das wird sich ab 2016 endlich im Interesse der Betroffenen ändern.

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